Bobaththerapie

Für Erwachsene, Kinder & Säuglinge

Hier erfahren Sie Wissenswertes zu unseren Therapieangeboten und den Therapeuten.

Therapeutin: Christina Maskos

Die Methode wurde von Berta Bobath, Krankengymnastin und ihrem Mann, Dr.Karel Bobath, Neurologe, entwickelt. Nach dem Bobath-Behandlungskonzept werden Kinder behandelt, die aufgrund ihrer sensomotorischen Entwicklung auffällig werden. Während der Behandlung lernt das Kind unter den Händen des Therapeuten normale Bewegungsabläufe kennen. Abnorme Haltungs- und Bewegungsmuster müssen gehemmt werden, damit willkürliche, koordinierte Bewegungen ausgeführt werden können. Die Schulung der Kopf- und Rumpfkontrolle, Gleichgewichtsreaktionen, Gleichgewichtsübertragungen von einer auf die andere Körperseite, stehen im Vordergrund der Behandlung.

Als Leitfaden dienen die normalen Entwicklungsstufen des Säuglings und Kleinkindes. Ein wichtiger Aspekt ist die Anleitung der Eltern. Die Haltung und Lagerung des Kindes und die Beschäftigung mit dem Kind werden so gestaltet, dass pathologische Bewegungen gehemmt werden zugunsten einer normalen Bewegungsbahnung. Optische, akustische und taktile Stimulation werden in die Behandlung mit einbezogen (sensomotorisches Training).

Der Behandlungsbeginn wird möglichst frühzeitig angestrebt, um die Hirnfunktion während der Reifung in den ersten Lebensmonaten günstig zu beeinflussen. Die Behandlung nach Bobath wird auch modifiziert in der Erwachsenen-Therapie angewandt, bei allen Bewegungsstörungen, die durch Hirnschädigungen hervorgerufen werden.

Die Entwicklung motorischer Fähigkeiten eines Kindes im 1. Lebensjahr ist geprägt vom Bemühen des Kindes, seine Umwelt zu beobachten und zu erobern.

Dabei lernt es:

  • mit 2 -3 Monaten seinen Kopf bis 45° zu heben
  • mit 3 Monaten sich aufzustützen und seinen Kopf nach beiden Seiten zu drehen
  • mit 4 Monaten seinen Kopf bis 90° zu heben
  • mit 7 Monaten sich durch rollen, schieben fortzubewegen
  • mit 9 Monaten zu krabbeln und sich an Gegenständen hochzuziehen
  • mit 11 Monaten am Tisch zu stehen
  • mit ca 13-14 Monaten zu laufen

Diese Angaben sind nur Anhaltswerte und selbst Abweichungen um mehrere Wochen müssen noch kein Hinweis auf eine Störung der normalen Entwicklung sein. Es gibt eben einfach Früh- und Spätentwickler.

Hat jedoch ein Kinderarzt festgestellt, dass eine deutliche Entwicklungsverzögerung (Retardierung) vorliegt, so ist es Aufgabe der Physiotherapeuten hier die Entwicklung durch spezielle Übungen zu fördern. Dabei wird jeweils die nächste Stufe der motorischen Entwicklung eingeübt und spielerisch erarbeitet.

Ziele sind die Förderung der Bewegungserfahrung, der Wahrnehmung und der Muskelkraft.

In der kindlichen Entwicklung beeinflussen sich die Grobmotorik, die Feinmotorik und die Sinneswahrnehmung gegenseitig. Nur, wenn das Kind in der Lage ist, mit allen Sinnessystemen und mit seinem ganzen Körper vielfältige Erfahrungen zu machen und aktiv zu handeln, kann es seine Umwelt im Sinne von "Anfassen" begreifen.

Vielfältige Handelungserfahrungen sind wiederum eine Grundvoraussetzung zur Entwicklung der Intelligenz. Die Intelligenz entwickelt sich vorwiegend durch die eigenen Erkenntnisse, die ein Kind aus aktivem Tun und Handeln erwirbt:

Wahrnehmungsgestörte und bewegungsauffällige Kinder haben somit oft Entwicklungsrückstände und Lehrstörungen.

Bei der Entwicklung der Handgeschicklichkeit wird besonders deutlich, dass Auffälligkeiten im Bereich der Grobmotorik in einem direkten Zusammenhang mit der Entwicklung der Feinmotorik stehen. Ein Kind, das motorisch unruhig und nicht in der Lage ist, seine Körperbewegungen fein zu dosieren, wird auch Schwierigkeiten haben, im Sitzen oder Stehen eine stabile Grundstellung einzunehmen, z.b. ruhig auf einem Stuhl zu sitzen. Damit fehlt ihm eine wichtige Voraussetzung, um exakt feinmotorisch zu arbeiten. Um sich die Schwierigkeiten eines solchen Kindes besser vorstellen zu können, empfiehlt sich ein Selbstversuch:

Schreiben Sie einen beliebigen Text und rutschen Sie dabei mit den Füßen auf dem Boden und/oder mit dem Po auf dem Stuhl hin und her. Die Schrift wird krakelig und es gelingt Ihnen nicht, in der Zeile zu schreiben.

Die Entwicklung der Handgeschicklichkeit kann individuell variieren und ist zudem vom Umfeld und von der Förderung des einzelnen Kindes abhängig. Individuell kann es zu Abweichungen von 1-2 Monaten kommen, die nicht als Störung aufzufassen sind. Voraussetzung für die Entwicklung der altersgemäßen Handgeschicklichkeit ist, dass die motorische, die Wahrnehmungs- und die kognitive Entwicklung eines Kindes unauffällig verläuft.

Die juvenile chronische Arthritis

Kinderrheuma, die sogenannte "Juvenile chronische Arthritis" (JCA) ist eine Form der rheumatischen Erkrankung, die bereits im frühen Kindesalter auftritt.

Symptome können sein:

  • Schmerz
  • Schwellung
  • Überwärmung
  • Instabilitäten
  • Bewegungseinschränkung
  • Fehlstellungen und Deformitäten von Gelenken
  • Muskuläre Dysbalancen

Ziele einer Behandlung sind:

  • Unterbrechung der Schmerzschonhaltung durch Lagerung, Eisanwendungen
  • Erhalten der vollen Beweglichkeit durch aktives und passives Bewegen der Gelenke auch im Sinne der Manuellen Therapie
  • Dehnungen der verkürzten Muskulatur und Gelenkkapsel
  • Vermeiden von Instabilitäten und Fehlstellungen durch Orthesen

Therapeuten: Jørg Behnsen, Ray S. Brown

Therapeuten: Jørg Behnsen, Ray S. Brown, Kerstin SchwedlandBettina Lüschen, Christina Maskos

Therapeut: Jørg Behnsen, Kerstin Schwedland

Therapeut: Jørg BehnsenRay S. Brown, Kerstin Schwedland

 

Therapeutin: Bettina Lüschen

Therapeuten: Jørg Behnsen, Ray S. Brown, Kerstin Schwedland

Therapeuten: Jørg Behnsen, Ray S. Brown, Kerstin Schwedland